BauGenie · Rechner

LED-Tausch berechnen

Berechne Stromverbrauch, Kosten und CO₂-Wirkung beim Austausch vorhandener Leuchtmittel gegen LED.

  • alte und neue Lampenleistung vergleichen
  • Jahresstrom und Kosten berechnen
  • CO₂-Wirkung transparent einordnen

CO₂ · ENERGIE · WISSEN

CO₂ verstehen.
Energie sparen.

Offene Rechner für Gebäudeenergie, Baustoffe und betriebliche Emissionen. Alle Annahmen sichtbar, alle Werte anpassbar.

✓ Kostenlos · ohne Anmeldung · Daten bleiben auf deinem Gerät

01 Rechenweg offengelegt02 Faktoren änderbar03 Quellen und Grenzen benannt04 Eingaben bleiben lokal

DEINE FRAGE · DEIN EINSTIEG

Womit möchtest du anfangen?

Eine konkrete Frage auswählen. Den passenden Rechner öffnen. Ergebnis nachvollziehen.

BauGenie führt über drei Themenbereiche zu klar abgegrenzten Rechnern. Wissen & Grundlagen begleitet alle Bereiche und hilft dabei, Annahmen, Faktoren und Grenzen richtig einzuordnen.

01
GEBÄUDE & ENERGIE

Wo verbraucht mein Gebäude Energie – und was könnte ich verbessern?

Strom, Heizen, Warmwasser und Raumklima übersichtlich einordnen.

Energierechner →
02
BETON & BAUSTOFFE

Wie entsteht der CO₂-Fußabdruck einer Rezeptur oder eines Bauteils?

Materialien, Betonrezepturen, Bauteile und PCF-Szenarien vergleichen.

Baustoffrechner →
03
UNTERNEHMEN & EMISSIONEN

Welche direkten und energiebezogenen Emissionen entstehen im Unternehmen?

Scope 1 und 2 als nachvollziehbares Szenario strukturieren.

Scope-Rechner →

SO ARBEITET BAUGENIE

Nachvollziehbar statt Blackbox.

Jeder Rechner trennt Eingaben, Faktoren, Rechenweg und Ergebnis. So bleibt sichtbar, was eine Zahl aussagt – und wo ihre Grenze liegt.

01

Annahmen sichtbar

Startwerte und Bezugsgrößen werden benannt.

02

Faktoren änderbar

Eigene Preise, Messwerte und Emissionsfaktoren können eingesetzt werden.

03

Grenzen benannt

Näherungen, Systemgrenzen und nicht enthaltene Module bleiben erkennbar.

04

Daten lokal

Eingaben bleiben ohne Konto auf dem verwendeten Gerät.

SCHWERPUNKT 01 · GEBÄUDE & ENERGIE

Energie im Gebäude
verstehen.

Übersichtliche Helfer für Strom, Heizen, Warmwasser und Raumklima – für den ersten eigenen Überblick und nachvollziehbare nächste Schritte.

01
Verbrauch & AlltagLED, Strom, Stand-by und Geräte
02
Heizen & WarmwasserTemperatur, Kosten und Einsparung
03
Wärmepumpe & FußbodenheizungHeizkurve, Heizkreise und Fläche
04
RaumklimaLüften, Feuchte und Taupunkt
RECHNERÜBERSICHT

Welchen Rechner möchtest du öffnen?

Alle Werkzeuge sind direkt erreichbar. Raumklima ist in Lüften und Taupunkt aufgeteilt, damit beide Rechner sichtbar bleiben.

GEBÄUDE & ENERGIE · LOKAL

Die Projektdatei sichert LED, Strom, Heizen, Warmwasser, Wärmepumpe und Geräte dieses Bereichs zur späteren Wiederherstellung.

Strom & Haushalt
Heizen & Warmwasser
Wärmepumpe & Fußbodenheizung
Raumklima
LED-TAUSCH · JAHRESWIRKUNG

Was spart der Austausch gegen LED?

Rechenweg: Lampenzahl × (alte Watt − LED-Watt) × tägliche Betriebszeit × 365 Tage ÷ 1.000. Beispiel: 23 Lampen × 52 W Differenz × 3 h/Tag ergeben rund 1.310 kWh/Jahr. Gleiche Helligkeit und Nutzungsdauer vorausgesetzt.

Voreinstellung: rund 37 ct/kWh als Haushalts-Orientierungswert für 2026. Eigener Tarif oder Abrechnung ist genauer. BDEW: Strompreisanalyse 2026 ↗

Für die CO₂-Orientierung wird der UBA-Wert 2025 von 0,344 kg CO₂ je kWh direkter Stromerzeugung verwendet; Vorketten sind darin nicht enthalten. UBA-Quelle ↗

GEBÄUDE & ENERGIE · RAUMKLIMA

Raumklima verstehen
und besser lüften.

Lüften, absolute Feuchte und Taupunkt gehören direkt zum Eigenheim: zwei kleine, unabhängige Rechner für eine bessere Einordnung im Alltag.

RAUMKLIMA · LOKALE EINGABEN

Die Projektdatei sichert Lüften & Feuchte sowie Taupunkt & Oberfläche zur späteren Wiederherstellung.

ABSOLUTE FEUCHTE VERGLEICHEN

Wann ist Lüften sinnvoll?

Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Entscheidend für die Lüftungsentscheidung ist deshalb nicht nur die relative Luftfeuchte, sondern die absolute Feuchte in g/m³. Verglichen wird, ob die Außenluft pro Kubikmeter weniger oder mehr Wasser enthält als die Raumluft.

Die Raumgröße verändert nicht die Feuchtebewertung. Sie wird nur für die theoretisch abführbare Wassermenge je vollständigem Luftwechsel benötigt.
Innenraum
Außenluft

Die Raumgröße verändert nicht die Aussage, ob Außenluft absolut trockener ist. Sie wird nur benötigt, um die theoretisch abführbare Wassermenge je vollständigem Luftwechsel zu schätzen. Die Rechnung gibt keine feste Lüftungsdauer vor.

Was bedeuten relative und absolute Feuchte?

Relative Feuchte beschreibt, wie stark die Luft bei ihrer aktuellen Temperatur gesättigt ist. Absolute Feuchte beschreibt die tatsächliche Wasserdampfmasse, hier in Gramm pro Kubikmeter Luft. Beim Erwärmen derselben Luft sinkt die relative Feuchte, obwohl die Wassermasse zunächst gleich bleibt.

TAUPUNKT

Oberflächen direkt prüfen

Der zweite Reiter stellt Raumluft, Oberflächentemperatur und Taupunkt gegenüber – besonders hilfreich bei kalten Außenwänden und Wärmebrücken.

ALLTAG

Energie und Feuchte zusammen denken

Lüften soll Feuchte abführen, aber nicht unnötig Heizenergie verlieren. Deshalb zeigt dieser Rechner bewusst absolute Werte statt einer pauschalen „immer mehr lüften“-Empfehlung.

GRENZE

Kein Schimmel-Nachweis

Die Anzeige ist eine Entscheidungshilfe für den Moment. Bauteilfeuchte, Wärmebrücken, Schlagregen und Leckagen werden hier nicht bewertet.

SCHWERPUNKT 02 · BETON & BAUSTOFFE

Baustoffe bewerten.
CO₂ sichtbar machen.

Der Fachbereich startet mit Beton und Bauteilen und kann später um weitere Baustoffe ergänzt werden. Jede Rechnung benennt Bezugsgröße, Annahmen und Systemgrenze.

VOM BETON ZUM PRODUKTFUSSABDRUCK

In drei nachvollziehbaren Schritten.

Beginne mit der Materialbilanz. Ergänze ein Bauteil nur dann, wenn Betonmenge und Bewehrung dazugehören. Transporte und Werkenergie folgen anschließend im Produktfußabdruck.

  1. 1
    Rezeptur · A1Materialbasis je m³ festlegen
  2. 2
    Bauteil · optionalBetonmenge und Stahl ergänzen
  3. 3
    Produktfußabdruck · A1–A4Transport und Werkenergie ergänzen
RECHNERÜBERSICHT

Welche Bilanz möchtest du erstellen?

BAUSTOFFE · PROJEKTDATEI · LOKAL

Projektdatei speichern sichert Betonrezepturen, Stahlbetonbauteile, Bauteilliste und den Produkt-CO₂-Fußabdruck zur späteren Wiederherstellung.

Hinweis zur Projektdatei

Die Projekt-CSV ist eine BauGenie-Sicherung für diesen Bereich, keine normale Excel-Arbeitsdatei. Bearbeite sie möglichst nicht manuell; Ergebnis als CSV in den einzelnen Rechnern ist die lesbare Tabelle zur Weiterverwendung.

Eingaben werden zusätzlich lokal in diesem Browser gespeichert.

BETONREZEPTUR · A1 MATERIALBILANZ AUS STOFFDATENSÄTZEN

M1 – CEM I Referenz

AusgangsstoffMenge
kg/m³
Faktor
kg CO₂e/kg
Quelle / HinweisErgebnis
kg CO₂e/m³
CEM I3500,78000Beispielwert273,00
Kies1.9000,00500Beispielwert9,50
Wasser1700,00035Beispielwert0,06
Fließmittel51,20000Beispielwert6,00
Stahl gehört nicht zur Betonrezeptur; dafür den Bauteilrechner verwenden.
Rechenweg: Ergebnis = Σ (kg Ausgangsstoff je m³ × kg CO₂e je kg Ausgangsstoff). Ein verwendeter A1–A3-Datensatz kann die Herstellung dieses Ausgangsstoffs einschließlich darin modellierter Vorketten/Transporte abdecken. Nicht enthalten sind automatisch der Transport der Ausgangsstoffe zum Betonwerk (Beton-A2), Energie und Prozesse des Betonwerks (Beton-A3) oder die Lieferung zur Baustelle (A4). Natronlauge: Das Stofffeld bezieht sich auf aktiven NaOH-Gehalt, nicht auf Na₂O-Äquivalent. Bei einer 50%igen Lösung also die Lösungsmasse auf aktiven NaOH umrechnen; Lösungswasser separat bilanzieren, falls erforderlich.
REZEPTUR HOCHRECHNENWelche Menge soll hergestellt werden?

Die Rezeptur wird je m³ eingegeben. Hier wird sie anschließend auf dein Zielvolumen für Materialmenge und CO₂ hochgerechnet.

Faktor 2,50 ×Gesamtmasse 6.063 kgMaterialbilanz 721,5 kg CO₂e
Ausgangsstoffhochgerechnete Menge
Material—
REZEPTURVERGLEICH

Welche Variante ändert die Bilanz?

Vergleich deiner erfassten Rezepturen. Aussagekräftig nur mit passenden Faktoren, Funktionseinheiten und Bilanzgrenzen; die Startwerte sind illustrative Rechenbeispiele.

DIAGRAMM · ALLE REZEPTUREN

Auf einer Skala vergleichen

Für die Tonne wird der Beitrag je m³ durch die Massensumme der erfassten Rezeptur geteilt und auf 1.000 kg normiert. Für „Insgesamt“ wird der m³-Wert mit der hier eingegebenen Betonmenge multipliziert. Die Summe der Rezepturmassen dient als überschlägige Dichte.

Beispiele geladen. Änderungen werden nur lokal in diesem Browser gespeichert.

Bilanzgrenze und Faktorhinweise

Die Rezeptur berechnet eine überschlägige A1-Materialbilanz aus den eingetragenen Stofffaktoren. Ein A1–A3-Datensatz kann die Herstellung eines Ausgangsstoffs abbilden, aber nicht automatisch die vollständige Betonrezeptur A1–A3. Nicht enthalten sind der Liefertransport zum Beton-/Fertigteilwerk (A2 des Betons), Energie und Prozesse des Betonwerks (A3 des Betons) sowie die Lieferung zur Baustelle (A4). Transporte innerhalb eines Stoffdatensatzes können enthalten sein.

Die vorbelegten Faktoren sind veränderbare Demo-Werte, keine Produktangaben, EPDs oder geprüften Datensätze. Bei einer belastbaren Anwendung müssen Quelle, Version, Region, Einheit, Modulgrenze und Allokation zum jeweiligen Stoff passen. Für frei verfügbare Bauproduktdaten kann die ÖKOBAUDAT ↗ ein Einstieg sein; die konkrete Eignung für eine Fragestellung und die Nutzungsbedingungen sind jeweils zu prüfen.

SCHWERPUNKT 03 · UNTERNEHMEN & EMISSIONEN

Emissionen im Unternehmen
einordnen.

Ein strukturierter Einstieg für Betriebe und Projekte: direkte Emissionen und eingekaufte Energie mit festen Einheiten, nachvollziehbaren Faktoren und klaren Grenzen.

Scope 1 · direkte Quellen

Verbrennung in eigenen oder kontrollierten Anlagen und Fahrzeugen, prozessbedingte Emissionen sowie Kältemittelverluste. Biomasse-CO₂ wird separat als Memo-Posten berichtet; Methan und Lachgas aus der Verbrennung können Scope 1 sein.

Scope 2 · eingekaufte Energie

Eingekaufter Strom sowie bezogene Wärme, Dampf oder Kälte. Strom kann standortbezogen und – sofern belastbare Vertragsdaten vorliegen –marktbezogen bilanziert werden.

Scope 3 · Materialausschnitt

Scope 3 umfasst 15 Kategorien. BauGenie bietet hier nur einen Einstieg für eingekaufte Materialien; Transporte, Pendelverkehr, Geschäftsreisen und weitere Kategorien bleiben außerhalb dieses Kurzrechners.

SCOPE-DATEN · LOKAL

Die Projektdatei sichert die Scope-Positionen und Faktoren. Ergebnis als CSV ist die lesbare Tabelle zur Weiterverwendung.

ILLUSTRATIVES BETRIEBSSZENARIO · KEINE BRANCHENBENCHMARK

Direkte Quellen und eingekaufte Energie

Wähle eine Aktivität aus dem Dropdown. Bei Standardaktivitäten sind Scope und Einheit fest vorgegeben; der Faktor bezieht sich immer auf die angezeigte Einheit. Nur „Eigene Position“ lässt Bezeichnung, Scope, Einheit und Faktor selbst festlegen. Das Beispiel nutzt 30.000 m³ Erdgas, 5.000 Fahrzeug-km, 40.000 l Diesel für mobile Geräte und 450.000 kWh Strom. Die vorausgewählten Faktoren sind gerundete, editierbare Szenarioannahmen – keine offiziellen Länder- oder Unternehmensfaktoren. Eigene Pkw werden nur bei entsprechender Organisationsgrenze als Scope 1 eingeordnet; für eine belastbare Inventur Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugdaten verwenden. Geleaste Anlagen/Fahrzeuge hängen von Organisationsgrenze, Kontrollansatz und Leasingart ab. GHG-Protocol-Hinweise ↗

AktivitätJahresmengeEinheitFaktor
kg CO₂e je Einheit
Faktorquelle / -hinweisErgebnis
kg CO₂e
Beispiele werden im Browser geladen.

Für dieses Beispiel ist ein erhöhter, gerundeter Szenariofaktor für Netzstrom vorbelegt. Für eine reale deutsche Bilanz kann der UBA-Faktor zur direkten Stromerzeugung 2025 herangezogen werden; Lieferanten-/Ökostrom benötigt den passenden Vertragsfaktor und darf nicht pauschal als null angesetzt werden. Faktoren, Bilanzgrenzen und Bilanzjahr müssen für einen Bericht zur konkreten Organisation passen. UBA: Strommix 2025 ↗

Umfang: Das ist ein einfacher Rechner für typische Energie- und direkte Emissionsquellen, keine vollständige THG-Inventur. Der Scope-3-Reiter bildet ausschließlich eingekaufte Materialien als Ausschnitt der Kategorie 1 ab. Weitere Scope-3-Kategorien werden nicht berechnet. Zuordnung und Faktoren hängen von Bilanzjahr, Organisationsgrenze, Methode und Datenquelle ab.

SCHWERPUNKT 04 · WISSEN & GRUNDLAGEN

Ergebnisse verstehen
und richtig einordnen.

Die Rechner liefern Orientierung. Die Wissensseiten erklären Methodik, Lebenszyklus, CO₂, Datenqualität und Grenzen – damit aus einer Zahl eine belastbare Frage wird.

WISSEN IN DER APP

Methoden, Grenzen und Begriffe kompakt einordnen.

Die Grundlagenartikel erklären CO₂e, Energie, Lebenszyklusmodule, Beton, Scope und Datenqualität. Wähle unten ein Thema; in der App lassen sich die Artikel einzeln öffnen.

Artikelvon CO₂ bis DatenqualitätA1–DLebenszyklus verständlich erklärtlokalohne Konto nutzbar
01
CO₂ & Einordnung

CO₂e, Vergleichsgrößen, Ökobilanz und Datenqualität.

02
Energie & Strom

kWh, Verbrauch, Stromfaktor und warum sich Werte ändern können.

03
Gebäude & Betrieb

Heizen, Strom, Emissionen und praktische Bezugsgrößen.

04
Baustoffe & Beton

Bindemittel, Klinker, Rezepturen, Bauteile und Lebenszyklusmodule.

BAUSTOFFE · ZEMENT & KLINKER

Warum unterscheiden sich CEM I und CEM III/A?

CEM I besteht normativ im Wesentlichen aus Portlandzementklinker – typischerweise etwa 95–100 % Klinker, ergänzt um geringe Nebenbestandteile. Bei CEM III/A liegt der Klinkeranteil je nach Zusammensetzung deutlich niedriger; Hüttensand bildet einen wesentlichen weiteren Hauptbestandteil. Ein CEM III/A mit ungefähr 50 % Klinker ist daher ein anschauliches Beispiel, aber kein pauschaler Wert für jedes Produkt.

Der entscheidende Klimatreiber ist vor allem die Klinkerherstellung: Kalkstein wird bei hoher Temperatur entgast und gebrannt; dabei entstehen prozessbedingte CO₂-Emissionen, zusätzlich wird Brennstoffenergie benötigt. Weniger Klinker kann deshalb den Herstellungsfaktor deutlich senken. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Zement mit weniger Klinker für jede Festigkeitsentwicklung, Dauerhaftigkeit, Erstarrung oder Expositionsklasse automatisch geeignet ist.

Für den Vergleich immer den konkreten Zementtyp, die Zusammensetzung, die Leistungsanforderungen, den Datenstand und den verwendeten GWP-Faktor dokumentieren. Die Prozentbereiche erklären die Richtung, ersetzen aber keine Produktdaten oder EPD.

CEM Ica. 95–100 % Klinker
CEM IIweniger Klinker plus weitere Hauptbestandteile
CEM III/Atypisch 35–64 % Klinker, Rest überwiegend Hüttensand
CEM III/Bnoch geringerer Klinkeranteil, höherer Hüttensandanteil
Grundlagen zu Zementtypen und Klinker ↗
01 · ENERGIE & STROM

Was sagt eine Kilowattstunde aus?

Eine Kilowattstunde (kWh) ist eine Energiemenge. Ein Gerät mit 1.000 Watt Leistung verbraucht bei einer Stunde Betrieb etwa 1 kWh. Die Leistung in Watt beschreibt also den Moment, die kWh die über eine Zeit verbrauchte Energie.

Aus einer kWh wird nicht automatisch ein fester CO₂-Wert: Er hängt unter anderem vom Strommix, Bilanzjahr, Liefervertrag und der Frage ab, ob nur die direkte Stromerzeugung oder auch Vorketten betrachtet werden. Deshalb zeigt BauGenie Faktoren immer als veränderbare Orientierung und benennt die Systemgrenze.

Für den Alltag ist die kWh meist der erste Hebel: Laufzeit, Leistung und Anzahl der Nutzungen bestimmen den Verbrauch. Erst danach folgen Preis und Klimawirkung.

Quelle: Umweltbundesamt – Stromfaktor 2025 ↗
00 · CO₂-BASIS

Was ist CO₂ eigentlich?

C+OO→ CO₂

Kohlenstoffdioxid ist ein farbloses, geruchloses Gas. Ein Molekül besteht aus einem Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatomen: C + O₂. Es entsteht unter anderem bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger, wird aber auch in natürlichen Kreisläufen ausgetauscht.

CO₂ ist ein wichtiges Treibhausgas. Die Atmosphäre lässt kurzwellige Sonnenstrahlung weitgehend passieren; die von der erwärmten Erdoberfläche abgegebene Wärmestrahlung wird von Treibhausgasen teilweise aufgenommen und in verschiedene Richtungen wieder abgegeben. Mehr langlebige Treibhausgase verschieben dadurch die Energiebilanz der Erde. Die Ozonschicht ist davon zu unterscheiden: Sie schützt vor schädlicher UV-Strahlung und ist nicht dasselbe wie der Treibhauseffekt.

Wenn im Alltag von „CO₂“ gesprochen wird, ist bei Klimabilanzen oft CO₂-Äquivalent gemeint. CO₂e rechnet die Klimawirkung anderer Treibhausgase – zum Beispiel Methan oder Lachgas – über ihr Global Warming Potential in eine gemeinsame Vergleichseinheit um. CO₂e ist deshalb eine Bilanzgröße, nicht zwingend ein reiner CO₂-Messwert.

Quelle: Umweltbundesamt – Treibhausgase und Klimawirkung ↗
01 · ÖKOBILANZ

Was ist eine Ökobilanz – und was nicht?

Eine Ökobilanz (LCA) strukturiert relevante Stoff- und Energieströme und bewertet potenzielle Umweltwirkungen innerhalb einer festgelegten Systemgrenze. Dazu gehören Rohstoffe, Energie, Transporte und Prozesse, die zum betrachteten Produkt oder System gehören.

Ein CO₂-Fußabdruck ist keine vollständige Ökobilanz: Er betrachtet die Wirkungskategorie Klimawandel. Andere Umweltwirkungen – etwa Ressourcenbeanspruchung, Versauerung oder Eutrophierung – werden dadurch nicht automatisch mitbewertet. Die Abkürzung CO₂e fasst verschiedene Treibhausgase über ihr Treibhauspotenzial in einer gemeinsamen Einheit zusammen.

Eine Zahl ist deshalb nur vergleichbar, wenn Bezugsgröße, Funktion, Datenqualität, Allokation, Zeitraum und Module übereinstimmen. „Ein Kilogramm CO₂e pro Kilogramm Material“ ist nicht ohne Weiteres mit „pro Kubikmeter Beton“ oder einem vollständigen Produktwert vergleichbar.

Quelle: Umweltbundesamt – Ökobilanz ↗
02 · LEBENSZYKLUS

Was bedeuten A1–A3, A4–A5, B, C und D?

Bei Bauprodukten gliedert EN 15804 die Umweltinformationen in Module. Vereinfacht bedeutet das:

  • A1 – Rohstoffbereitstellung: Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen sowie die Behandlung von als Input eingesetzten Sekundärstoffen.
  • A2 – Transport: Transporte der Inputs zum Hersteller.
  • A3 – Herstellung: Prozesse am Produktionsstandort, einschließlich Energie- und Hilfsstoffbedarf, soweit im Datensatz erfasst.
  • A4–A5: Transport zur Baustelle sowie Bau-/Einbauprozess.
  • B: Nutzungsphase – abhängig vom Produkt zum Beispiel Instandhaltung, Reparatur, Austausch und betrieblicher Energie-/Wasserbedarf.
  • C1–C4: Rückbau, Transport, Abfallbehandlung und Beseitigung am Lebensende.
  • D: mögliche Vorteile oder Lasten jenseits der Systemgrenze, separat ausgewiesen.

Wichtig ist, auf welcher Ebene die Module gelten: Ein CEM-Datensatz kann beispielsweise dessen Herstellung von A1 bis A3 abbilden. A2 dieses Zementherstellers beschreibt den Transport der Inputs zum Zementwerk; der Transport des Zements zum Betonwerk ist dagegen die Lieferkette des Betons und dessen A2. Das Mischen im Betonwerk gehört zu dessen A3. Dieser Rechner kann A1–A3-Faktoren je Ausgangsstoff summieren, lässt aber die Lieferung zum Beton-/Fertigteilwerk und dessen eigene Herstellung weg. Er ist daher eine Materialbilanz, keine vollständige Beton-EPD A1–A3. Datensätze können Module einzeln oder aggregiert ausweisen – den genauen Umfang pro Faktor immer festhalten.

Quelle: ÖKOBAUDAT – Hinweise zur Datennutzung ↗
03 · BETON

Rezeptur rechnen: die einfache Formel

Für jede Komponente wird die Einsatzmenge mit ihrem dokumentierten GWP-total-Faktor multipliziert. Die Summe ergibt hier die Materialbilanz je Kubikmeter Rezeptur:

Materialbilanz ≈ Σ (Massei × Faktori)

Die Faktoren können aus A1–A3-Herstellungsdatensätzen der einzelnen Ausgangsstoffe stammen. Die Bilanz summiert diese Materialbeiträge. Sie enthält nicht automatisch den Transport der Ausgangsstoffe zum Betonwerk oder Energie und Prozesse beim Mischen und Herstellen des Betons. Deshalb ist das Ergebnis nicht mit einem vollständigen A1–A3-Wert für Beton gleichzusetzen.

Nutze möglichst konsistente Module, Funktionseinheiten, Geografie und GWP-Indikatoren; dokumentiere Quelle, Datenbank-/EPD-Version und Zeitraum in jeder Zeile. Startwerte sind rein illustrative Beispielwerte und belegen kein reales Produkt. Ersetze sie durch zulässig nutzbare, passende Datensätze, zum Beispiel aus ÖKOBAUDAT oder einer für deinen Einsatz lizenzierten Datenbank.

Quelle: ÖKOBAUDAT – Datenbank für Bauprodukte ↗
04 · RECYCLING

RC-Material schont Ressourcen – aber bedeutet nicht automatisch weniger CO₂.

Recycling kann Primärrohstoffe ersetzen und natürliche Ressourcen schonen. Das ist ein eigenständiger Nutzen und sollte nicht auf eine einzige Treibhausgaszahl reduziert werden.

Gleichzeitig benötigen Rückbau, Sortierung, Aufbereitung und Transporte Energie. Ergebnis und Nutzen hängen unter anderem von Qualität und Herkunft des Materials, Aufbereitungsroute, Transportdistanz, Ersatzmaterial und Bilanzierungsregeln ab. Die Gutschrift für eine mögliche spätere Verwertung ist außerdem nicht automatisch dem Produktstadium A1 zurechenbar.

Darum getrennt fragen: Welche Primärressource wird tatsächlich ersetzt? Welche Aufbereitung ist nötig? Welche Umweltwirkungen zeigen die passenden Datensätze? Und sind die Bilanzmodule konsistent? Ein Recyclinganteil ist eine Materialeigenschaft – noch kein pauschaler Beleg für „klimafreundlicher“.

Quelle: Umweltbundesamt – Stoffstrommanagement im Bauwesen ↗
05 · SCOPE 1–3

Unternehmensbilanz: direkte und indirekte Emissionen.

Das GHG Protocol Corporate Standard unterscheidet direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen (Scope 1), indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) und weitere indirekte Emissionen der Wertschöpfungskette (Scope 3).

Scope 2 hat einen eigenen Leitfaden und kann je nach Bilanzierungsansatz – standortbezogen oder marktbezogen – unterschiedliche Faktoren erfordern. Scope 3 umfasst 15 vor- und nachgelagerte Kategorien, zum Beispiel eingekaufte Güter, Transporte, Geschäftsreisen, Nutzung verkaufter Produkte oder deren Lebensende. Diese Plattform erläutert Scope 3, berechnet ihn aber bewusst nicht.

Für eine belastbare Inventur sind u. a. Organisationsgrenzen, Bilanzjahr, Aktivitätsdaten, Emissionsfaktor, Datenquelle, Unsicherheit und mögliche Doppelzählungen zu dokumentieren. Geleaste Anlagen oder Fahrzeuge sind abhängig von Kontrollansatz und Leasingart einzuordnen. Der Rechner ist ein Lern- und Strukturierungstool, keine Konformitäts- oder Assurance-Prüfung.

06 · ZAHLENGEFÜHL

Beton

Die M1-Beispielrezeptur wird anhand der sichtbaren Beispiel-Faktoren gerechnet. Der Rechner vergleicht sie mit dem vom Umweltbundesamt genannten mittleren deutschen Treibhausgas-Fußabdruck von rund 10,3 t CO₂e je Person und Jahr.

2,8 %des genannten Jahreswerts
bei M1-Beispiel
10,3 tpro Person und Jahr
UBA-Angabe
288,6 kgje m³ in der M1-Beispiel
nicht produktvalidiert

Das ist nur ein Größenvergleich, keine Gleichsetzung von Produkt- und Konsumbilanz. Ändern sich Mengen oder Beispielfaktoren, aktualisiert sich der M1-Anteil. Der Faktor bezieht sich auf eine Bevölkerungsdurchschnittsangabe, nicht auf ein persönliches Zielbudget.

Quelle: Umweltbundesamt – Treibhausgase pro Person ↗
07 · DATENQUALITÄT

Was vor einem belastbaren Vergleich geklärt werden muss.

  • Einheit und Bezugsgröße: kg Material, t, m³, Nutzungsmenge?
  • Indikator: GWP-total oder anderer GWP-Indikator und welche Methode?
  • Module: A1, A1–A3 oder weitere Module?
  • Repräsentativität: Hersteller, Werk, Region, Technologie und Datenjahr?
  • Allokation: Wie wurden Kuppelprodukte und Recyclingströme zugeordnet?
  • Vergleich: gleiche Funktion und Leistungsanforderung?

Bei EPDs außerdem Deklarationsinhaber, Programmhalter, Gültigkeit, Normversion und Verifizierungsstatus kontrollieren. Ein Datenbankmittelwert ist nicht automatisch ein Produktwert.

Quelle: ÖKOBAUDAT – Versionen und Downloads ↗
08 · BIODIVERSITÄT

Was kann man am Haus konkret tun?

Rund ums Eigenheim lässt sich ein Beitrag zur Stadtnatur vor allem über Fläche und Struktur leisten: unnötige Bodenversiegelung vermeiden, geeignete heimische Pflanzen berücksichtigen und Grünflächen naturnah und vielfältig gestalten.

Bei jeder Maßnahme Standort, Boden, Wasserverfügbarkeit und Pflegebedarf beachten. Ein kleiner Garten ist kein Ersatz für Biotopverbund oder Naturschutzgebiete; naturnahe Flächen im Siedlungsraum können aber Lebensräume ergänzen. Bei der Bewertung zählen Qualität, Vernetzung und langfristige Pflege – nicht nur ein einzelnes Nisthilfen-Produkt.

Spätere BauGenie-Hilfen sollen zunächst eine einfache Bestandsaufnahme anbieten: versiegelte und begrünte Flächen, heimische Gehölze, Blühangebote über die Saison, Wasserstellen, Licht und Pflege. Ein pauschaler Punktescore wäre ohne Standort- und Zielartenbezug irreführend.

09 · DATEN UND PRIVATSPHÄRE

Was lokal im Browser gespeichert wird.

Die Seite benötigt kein Konto und überträgt die in den Rechnern eingetragenen Mengen nicht an BauGenie. Entwürfe können lokal im Browser gespeichert werden. Das funktioniert nur in demselben Browser und auf demselben Gerät; beim Löschen der Browserdaten können sie verloren gehen.

Die Browser-Speicherung ist kein verschlüsselter Tresor und nicht für vertrauliche Unternehmensdaten auf einem gemeinsam genutzten Gerät gedacht. Nutze zum Sichern oder Weitergeben bei Bedarf die Druckfunktion des Browsers (zum Beispiel „Als PDF speichern“).

Der Webserver verarbeitet weiterhin den normalen Seitenabruf. Für externe Quellen gelten deren eigene Datenschutz- und Nutzungsbedingungen.

Quellenregel:Fachtexte nennen Primärquellen; Zahlen und Methoden werden mit Datenstand geführt. Der Rechner ersetzt weder Originaldaten noch fachliche Prüfung.Alle Grundlagenquellen ↓

ÜBER BAUGENIE

Fachwissen, das bei der ersten Frage beginnt.

BauGenie entstand 2016 aus einer studentischen Linksammlung für Bauingenieurinnen und Bauingenieure. Heute entwickelt sich daraus eine unabhängige Werkzeug- und Wissensplattform für Nachhaltigkeit im Alltag und im Bau.

Die Seite verbindet praktische Fragen aus Gebäude, Energie und Raumklima mit Fachthemen wie Beton, Baustoffen und betrieblichen Emissionen. Berechnungen und Erläuterungen bleiben transparent, überprüfbar und unabhängig von konkreten Produktversprechen.

DAS PRINZIP

Ein guter erster Schritt – keine Blackbox.

  • Rechenweg offen anzeigen
  • Annahmen und Datenstände kennzeichnen
  • Wissen in verständliche Sprache übersetzen
  • Grenzen der Tools ehrlich benennen

BauGenie ist ein unabhängiges Wissens- und Werkzeugprojekt – kein Bauunternehmen und kein Ersatz für projektbezogene Beratung oder Prüfung.