Annahmen sichtbar
Startwerte und Bezugsgrößen werden benannt.
CO₂ · ENERGIE · WISSEN
Offene Rechner für Gebäudeenergie, Baustoffe und betriebliche Emissionen. Alle Annahmen sichtbar, alle Werte anpassbar.
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DEINE FRAGE · DEIN EINSTIEG
Eine konkrete Frage auswählen. Den passenden Rechner öffnen. Ergebnis nachvollziehen.
BauGenie führt über drei Themenbereiche zu klar abgegrenzten Rechnern. Wissen & Grundlagen begleitet alle Bereiche und hilft dabei, Annahmen, Faktoren und Grenzen richtig einzuordnen.
Strom, Heizen, Warmwasser und Raumklima übersichtlich einordnen.
Materialien, Betonrezepturen, Bauteile und PCF-Szenarien vergleichen.
Scope 1 und 2 als nachvollziehbares Szenario strukturieren.
BELIEBTE RECHNER
LOKAL AUF DIESEM GERÄT
Der Verlauf bleibt nur in diesem Browser. Er wird nicht an BauGenie übertragen und ist keine Projektsicherung.
SO ARBEITET BAUGENIE
Jeder Rechner trennt Eingaben, Faktoren, Rechenweg und Ergebnis. So bleibt sichtbar, was eine Zahl aussagt – und wo ihre Grenze liegt.
Startwerte und Bezugsgrößen werden benannt.
Eigene Preise, Messwerte und Emissionsfaktoren können eingesetzt werden.
Näherungen, Systemgrenzen und nicht enthaltene Module bleiben erkennbar.
Eingaben bleiben ohne Konto auf dem verwendeten Gerät.
SCHWERPUNKT 01 · GEBÄUDE & ENERGIE
Übersichtliche Helfer für Strom, Heizen, Warmwasser und Raumklima – für den ersten eigenen Überblick und nachvollziehbare nächste Schritte.
Alle Werkzeuge sind direkt erreichbar. Raumklima ist in Lüften und Taupunkt aufgeteilt, damit beide Rechner sichtbar bleiben.
Rechenweg: Lampenzahl × (alte Watt − LED-Watt) × tägliche Betriebszeit × 365 Tage ÷ 1.000. Beispiel: 23 Lampen × 52 W Differenz × 3 h/Tag ergeben rund 1.310 kWh/Jahr. Gleiche Helligkeit und Nutzungsdauer vorausgesetzt.
Voreinstellung: rund 37 ct/kWh als Haushalts-Orientierungswert für 2026. Eigener Tarif oder Abrechnung ist genauer. BDEW: Strompreisanalyse 2026 ↗
Für die CO₂-Orientierung wird der UBA-Wert 2025 von 0,344 kg CO₂ je kWh direkter Stromerzeugung verwendet; Vorketten sind darin nicht enthalten. UBA-Quelle ↗
Zwei Kennwerte reichen: beheizte Fläche und angenommener Strombedarf je m² und Jahr.
≈ 4.500 kWh/JahrDie Vergleichswerte berücksichtigen jetzt neben Wohnform und elektrischer Warmwasserbereitung auch die Haushaltsaufteilung: Für ein Kind wird überschlägig 0,6 eines Erwachsenen angesetzt. Alter, Geräteausstattung und Nutzungsverhalten können davon deutlich abweichen. Reihen- und Doppelhäuser bleiben bei „Einfamilienhaus“: Wohnfläche und Gebäudestandard unterscheiden sich stärker als die Bauform allein.
Hier werden nur Liter erwärmtes Warmwasser gerechnet – nicht der gesamte Trinkwasserverbrauch. 40 l pro Person und Tag ist ein typischer Orientierungswert; Werte um 120 l umfassen meist Warm- und Kaltwasser zusammen.
Bei vielen Standardköpfen gilt ungefähr: ❄ Frostschutz, 1 ≈ 12 °C, 2 ≈ 16 °C, 3 ≈ 20 °C, 4 ≈ 24 °C, 5 ≈ 28 °C. Kleine Striche stehen oft für etwa 1 °C. Die Zahlen sind Solltemperaturen, keine Heizgeschwindigkeit; Stufe 3 heizt nicht langsamer als Stufe 5. Skalen unterscheiden sich je nach Modell.
Das Thermostat misst die Temperatur am Ventil und regelt den Heizwasserdurchfluss. Der Rechner verwendet als Faustwert rund 6 % weniger Heizenergie je 1 °C Absenkung; das ist eine grobe Regel, kein Versprechen. Nicht so weit absenken, dass Räume auskühlen oder Feuchteprobleme entstehen.
Beim Wechsel des Energieträgers werden passende Startwerte für Preis und Faktor gesetzt; beides bleibt änderbar. Gas: 0,20088 kg CO₂/kWh und 12,23 ct/kWh als Destatis-Haushaltsdurchschnitt (2. Halbjahr 2025). Heizöl: 0,2664 kg CO₂/kWh; der Preis ist nur eine grobe Rechenannahme, deshalb am besten den eigenen Rechnungswert verwenden. Wärmepumpe: Strompreis 37 ct/kWh und UBA-Faktor 0,344 kg CO₂/kWh (direkte Stromerzeugung 2025). Die Brennstofffaktoren beziehen sich auf direkte Verbrennung, nicht auf vorgelagerte Lieferketten.
Der Rechner setzt den täglichen Warmwasserbedarf einer Person an und rechnet daraus die benötigte Wärme. Das Kaltwasser wird als Temperaturhub berücksichtigt: Warmwasser muss von der Kaltwassertemperatur auf die eingestellte Warmwassertemperatur erwärmt werden. Der Wert ist eine Orientierung und ersetzt keine Messung am Wasser- oder Wärmemengenzähler.
Mit „2 °C weniger einsetzen“ wird die Zieltemperatur automatisch auf zwei Grad unter der aktuellen Warmwasser-Solltemperatur gesetzt. Die Einsparung bleibt ein Rechenvergleich.
Die Solltemperatur bezieht sich auf Speicher/Kessel bzw. die Regelung – nicht auf die Temperatur direkt am Waschbecken. Hygieneanforderungen und Herstellerangaben bleiben vorrangig.25 l pro Person und Tag ist ein niedriger, 40 l ein typischer und 60 l ein hoher Orientierungswert für erwärmtes Wasser. Werte um 120 l pro Person und Tag beziehen sich häufig auf den gesamten Wasserverbrauch einschließlich Kaltwasser und sind hier nicht einzutragen.
Die Vergleichstemperatur ist keine automatische Einstellempfehlung. Bei zentralen Trinkwarmwasseranlagen müssen Hygieneanforderungen, Speicher, Zirkulation und Leitungsnetz berücksichtigt werden. Eine pauschale monatliche Aufheizung ist nicht für jede Anlage ausreichend.
co2online: Warmwasserverbrauch ↗ · DVGW: Trinkwassererwärmung ↗Formel: Raumheizlast = Raumfläche × spezifischer Heizlastansatz. Die Zustandsauswahl setzt nur einen sichtbaren, jederzeit editierbaren BauGenie-Orientierungswert. Fenster, Außenwände, Luftwechsel, Wärmebrücken, Nachbarräume und reale U-Werte werden nicht vollständig erfasst.
Für eine vollständige Heizlast werden unter anderem Transmissions- und Lüftungswärmeverluste je Raum ermittelt; der maßgebliche fachliche Rahmen ist DIN EN 12831. Die Auswahlwerte 30 / 50 / 75 / 100 W/m² sind deshalb keine Normwerte und keine versteckten Herstellerdaten, sondern bewusst grobe, editierbare BauGenie-Startwerte. Für Planung, Wärmepumpenauslegung oder hydraulischen Abgleich ist eine raumweise Fachberechnung erforderlich.
Aus dem Jahresverbrauch lässt sich die Raumheizlast nicht zuverlässig ableiten: Wetter, Warmwasser, Nutzerverhalten, Verluste und die Verteilung auf einzelne Räume sind unbekannt.
| Eingabe | Woher kommt der Wert? | Wofür wird er benutzt? |
|---|---|---|
| Norm-Außentemperatur | BWP-Klimakarte / Standort | kalter Auslegungspunkt |
| Vorlauf / Rücklauf | Heizflächen- oder Anlagenplanung | Temperatur und Spreizung |
| Sockeltemperatur | Regelungs-Startwert | milder Heizbetrieb |
| Heizgrenze / Startpunkt | Regelung / Optimierung | Beginn des Kurvenanstiegs |
| max. Vorlauf | Anlage, Estrich, Belag, Hersteller | Begrenzung |
Die Heizgrenze beziehungsweise der Startpunkt ist nicht automatisch die Sommer-/Winter-Umschaltung. Als Orientierung wird oft etwa 15 °C verwendet; bei gut gedämmten Neubauten kann sie auch eher bei 10–12 °C liegen. Die Regelungsbezeichnung kann je Hersteller abweichen. Eine niedrige tatsächlich benötigte Vorlauftemperatur unterstützt die Effizienz einer Wärmepumpe. Änderungen an der realen Anlage immer schrittweise prüfen.
BWP-Klimakarte ↗ · BauNetz Wissen: Heizgrenze ↗ · WOLF: Heizkurve einstellen ↗
Zwischenwerte des vereinfachten Modells; auf 0,5 °C gerundet.
| Außentemperatur | Vorlauftemperatur |
|---|
Nur eine anschauliche Startkurve, keine Heizungsplanung oder Einstellempfehlung. Insbesondere bei Wärmepumpen Änderungen vorsichtig und in kleinen Schritten vornehmen und ausreichend lange beobachten.
Formel: Volumenstrom in l/h = Heizlast in W ÷ (1,163 × Spreizung in K). Erst der Raum-Gesamtstrom wird näherungsweise nach Rohrlänge verteilt. Eine Gebäudeheizlast allein reicht nicht.
Die Aufteilung nach Rohrlänge ist nur plausibel, wenn Heizkreise im selben Raum einen vergleichbaren Bodenaufbau, Rohrabstand und eine ähnliche Wärmeabgabe je Meter haben. Unterschiedliche Beläge, Randzonen, Zuleitungen und Druckverluste gehören in eine Fachplanung bzw. den hydraulischen Abgleich.
Rechenweg: erforderliche Heizflächenleistung = Raumheizlast ÷ beheizte Fläche. Die mittlere Wassertemperatur ist (Vorlauf + Rücklauf) ÷ 2; daraus folgt die mittlere Übertemperatur gegenüber dem Raum.
Hier geht es um Netzteile und Geräte, die eingesteckt bleiben, aber gerade nicht aktiv genutzt werden: etwa ein Netzteil ohne angeschlossenes Gerät oder ein Fernseher im Bereitschaftsmodus. Das lose Ladekabel allein verbraucht keinen Strom. PCs und andere Geräte im Betrieb werden nur im Geräteverbrauch-Profil erfasst.
Am genauesten ist ein Steckdosen-Energiekostenmessgerät zwischen Steckdose und Gerät. Miss das Netzteil ohne angeschlossenes Telefon beziehungsweise den Fernseher im gewünschten Bereitschaftszustand. Bei sehr kleinen Leistungen ist die W-Anzeige einfacher Messgeräte oft ungenau: Dann über mehrere Tage messen und die verbrauchten kWh durch die Messdauer teilen. Alternativ in Anleitung oder technischen Daten nach „Leerlauf“, „no-load“, „Stand-by“ oder „Sleep“ suchen. Die maximale Ausgangsleistung auf dem Netzteil ist nicht dessen Leerlaufverbrauch.
Das Netzteil ist mit 0,1 W vorbelegt. Für den Fernseher sind 0,5 W ein frei änderbarer Orientierungswert, keine allgemeine Messangabe für alle Modelle: EU-Ökodesign-Anforderungen unterscheiden nach Betriebszustand, und der konkrete Wert hängt vom Gerät und etwaigen Netzwerkfunktionen ab. Prüfe Typenschild, Produktdaten oder den konkreten Modellwert im EU-Produktregister.
EU-Kommission: elektronische Displays und Produktdaten ↗Die voreingestellten Leistungen sind reine Orientierungsszenarien, keine allgemeingültigen Produktwerte. Passe sie an eine Messung oder die Herstellerangabe an. Ein bereits ladendes oder laufendes Gerät gehört in die aktive Nutzung.
Zum Start sind Laptop, Backofen, Waschmaschine und Geschirrspüler vorausgewählt. Bei Backofen und Laptop gibst du mittlere Leistung und Betriebszeit pro Woche ein; bei Waschmaschine und Geschirrspüler kWh pro Nutzung und Nutzungen pro Woche. Alle Werte bleiben editierbar und werden sofort neu berechnet. Die Mittelwerte sind grobe Beispiele, keine Produktmessungen.
Der Startpreis von 37 ct/kWh orientiert sich an der BDEW-Strompreisanalyse 2026; nutze für deine Kosten deinen tatsächlichen Tarif. Der Emissionsfaktor folgt der UBA-Angabe für die direkte Stromerzeugung 2025 und lässt Vorketten außen vor. BDEW: Strompreisanalyse ↗ · UBA: Strommix ↗
Das Profil zählt nur die hier eingetragenen Geräte und ist kein vollständiger Haushaltszähler. Für eine bessere Näherung eignen sich gemessene kWh je Wasch-/Spülgang und ein Steckdosenmessgerät. Bei PCs hängt die mittlere Leistung stark von der tatsächlichen Last ab; die aufgedruckte Netzteilleistung ist nicht der Jahresverbrauch. Stand-by-Werte werden separat erfasst.
GEBÄUDE & ENERGIE · RAUMKLIMA
Lüften, absolute Feuchte und Taupunkt gehören direkt zum Eigenheim: zwei kleine, unabhängige Rechner für eine bessere Einordnung im Alltag.
Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Entscheidend für die Lüftungsentscheidung ist deshalb nicht nur die relative Luftfeuchte, sondern die absolute Feuchte in g/m³. Verglichen wird, ob die Außenluft pro Kubikmeter weniger oder mehr Wasser enthält als die Raumluft.
Die Raumgröße verändert nicht die Aussage, ob Außenluft absolut trockener ist. Sie wird nur benötigt, um die theoretisch abführbare Wassermenge je vollständigem Luftwechsel zu schätzen. Die Rechnung gibt keine feste Lüftungsdauer vor.
Relative Feuchte beschreibt, wie stark die Luft bei ihrer aktuellen Temperatur gesättigt ist. Absolute Feuchte beschreibt die tatsächliche Wasserdampfmasse, hier in Gramm pro Kubikmeter Luft. Beim Erwärmen derselben Luft sinkt die relative Feuchte, obwohl die Wassermasse zunächst gleich bleibt.
Der zweite Reiter stellt Raumluft, Oberflächentemperatur und Taupunkt gegenüber – besonders hilfreich bei kalten Außenwänden und Wärmebrücken.
Lüften soll Feuchte abführen, aber nicht unnötig Heizenergie verlieren. Deshalb zeigt dieser Rechner bewusst absolute Werte statt einer pauschalen „immer mehr lüften“-Empfehlung.
Die Anzeige ist eine Entscheidungshilfe für den Moment. Bauteilfeuchte, Wärmebrücken, Schlagregen und Leckagen werden hier nicht bewertet.
Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die feuchte Luft abgekühlt werden müsste, damit Kondensation beginnt. Verglichen wird hier die gemessene Oberflächentemperatur mit dem Taupunkt der Raumluft.
Je kleiner der Abstand zwischen Oberfläche und Taupunkt, desto eher kann bei weiteren Feuchteeinträgen, Messunsicherheit oder einer kälteren Oberfläche Kondensation auftreten. Möbel, Wärmebrücken und verdeckte Bauteile können lokal andere Temperaturen haben.
Ein Infrarotthermometer misst Emissionsgrad, Abstand und Blickwinkel mit. Bei kritischen Stellen mehrere Punkte und möglichst bei kalter Witterung prüfen.
Relative Feuchte verändert sich mit der Temperatur. Für die Bewertung kalter Bauteile sind Temperatur, Feuchte und Oberfläche gemeinsam aussagekräftiger.
Der Rechner bewertet keine Bauteilfeuchte, Wärmebrücke oder Ursache. Bei wiederkehrender Kondensation fachlich prüfen lassen.
SCHWERPUNKT 02 · BETON & BAUSTOFFE
Der Fachbereich startet mit Beton und Bauteilen und kann später um weitere Baustoffe ergänzt werden. Jede Rechnung benennt Bezugsgröße, Annahmen und Systemgrenze.
Beginne mit der Materialbilanz. Ergänze ein Bauteil nur dann, wenn Betonmenge und Bewehrung dazugehören. Transporte und Werkenergie folgen anschließend im Produktfußabdruck.
| Ausgangsstoff | Menge kg/m³ | Faktor kg CO₂e/kg | Quelle / Hinweis | Ergebnis kg CO₂e/m³ | |
|---|---|---|---|---|---|
| CEM I | 350 | 0,78000 | Beispielwert | 273,00 | |
| Kies | 1.900 | 0,00500 | Beispielwert | 9,50 | |
| Wasser | 170 | 0,00035 | Beispielwert | 0,06 | |
| Fließmittel | 5 | 1,20000 | Beispielwert | 6,00 |
Die Rezeptur wird je m³ eingegeben. Hier wird sie anschließend auf dein Zielvolumen für Materialmenge und CO₂ hochgerechnet.
| Ausgangsstoff | hochgerechnete Menge |
|---|---|
| Material | — |
Vergleich deiner erfassten Rezepturen. Aussagekräftig nur mit passenden Faktoren, Funktionseinheiten und Bilanzgrenzen; die Startwerte sind illustrative Rechenbeispiele.
Für die Tonne wird der Beitrag je m³ durch die Massensumme der erfassten Rezeptur geteilt und auf 1.000 kg normiert. Für „Insgesamt“ wird der m³-Wert mit der hier eingegebenen Betonmenge multipliziert. Die Summe der Rezepturmassen dient als überschlägige Dichte.
Beispiele geladen. Änderungen werden nur lokal in diesem Browser gespeichert.
Die Rezeptur berechnet eine überschlägige A1-Materialbilanz aus den eingetragenen Stofffaktoren. Ein A1–A3-Datensatz kann die Herstellung eines Ausgangsstoffs abbilden, aber nicht automatisch die vollständige Betonrezeptur A1–A3. Nicht enthalten sind der Liefertransport zum Beton-/Fertigteilwerk (A2 des Betons), Energie und Prozesse des Betonwerks (A3 des Betons) sowie die Lieferung zur Baustelle (A4). Transporte innerhalb eines Stoffdatensatzes können enthalten sein.
Die vorbelegten Faktoren sind veränderbare Demo-Werte, keine Produktangaben, EPDs oder geprüften Datensätze. Bei einer belastbaren Anwendung müssen Quelle, Version, Region, Einheit, Modulgrenze und Allokation zum jeweiligen Stoff passen. Für frei verfügbare Bauproduktdaten kann die ÖKOBAUDAT ↗ ein Einstieg sein; die konkrete Eignung für eine Fragestellung und die Nutzungsbedingungen sind jeweils zu prüfen.
Jedes Bauteil hat seine eigenen Eingaben. Die Skala aktualisiert sich mit allen angelegten Bauteilen.
Standardmäßig wird die Betonmasse in kg eingegeben. Über das Häkchen kannst du stattdessen das Betonvolumen in m³ erfassen. Wenn eine Rezeptur gewählt ist, wird die Dichte automatisch aus ihrer erfassten Materialmenge abgeleitet. Bei einem eigenen Betonfaktor wird die benötigte Dichte nur für die kg-Eingabe eingeblendet.
| Bauteil / Produkt | Betonmasse (kg) | Bewehrung je Bauteil | Ergebnis A1 |
|---|
Das Diagramm zeigt den A1-Wert jeder Tabellenzeile auf derselben Skala. So werden Unterschiede zwischen Betonmenge und Bewehrung direkt sichtbar.
Kurz erklärt: PCF = Product Carbon Footprint, also der Produkt-CO₂-Fußabdruck. A1 = Materialbasis, A2 = Eingangstransporte, A3 = Werkenergie, A4 = Auslieferung.
A1 ist die feste Materialbasis. A2 und A3 werden standardmäßig berücksichtigt; A4 kann im eigenen Reiter zugeschaltet werden. Die Faktoren sind editierbare Szenarioannahmen und keine EPD.
| Ausgangsstoff | Menge je m³ | Entfernung | A2 kg CO₂e |
|---|
A1 ist aktiv; A2 und A3 werden mit den Standardwerten berücksichtigt. A4 ist optional.
Berechne ein Szenario und merke es. Ändere danach Rezeptur, Bauteil, Transporte oder Werkenergie und merke den nächsten Stand. So entsteht ein klarer Vergleich – ohne zusätzliche, unabhängig gerechnete Variante.
SCHWERPUNKT 03 · UNTERNEHMEN & EMISSIONEN
Ein strukturierter Einstieg für Betriebe und Projekte: direkte Emissionen und eingekaufte Energie mit festen Einheiten, nachvollziehbaren Faktoren und klaren Grenzen.
Verbrennung in eigenen oder kontrollierten Anlagen und Fahrzeugen, prozessbedingte Emissionen sowie Kältemittelverluste. Biomasse-CO₂ wird separat als Memo-Posten berichtet; Methan und Lachgas aus der Verbrennung können Scope 1 sein.
Eingekaufter Strom sowie bezogene Wärme, Dampf oder Kälte. Strom kann standortbezogen und – sofern belastbare Vertragsdaten vorliegen –marktbezogen bilanziert werden.
Scope 3 umfasst 15 Kategorien. BauGenie bietet hier nur einen Einstieg für eingekaufte Materialien; Transporte, Pendelverkehr, Geschäftsreisen und weitere Kategorien bleiben außerhalb dieses Kurzrechners.
Wähle eine Aktivität aus dem Dropdown. Bei Standardaktivitäten sind Scope und Einheit fest vorgegeben; der Faktor bezieht sich immer auf die angezeigte Einheit. Nur „Eigene Position“ lässt Bezeichnung, Scope, Einheit und Faktor selbst festlegen. Das Beispiel nutzt 30.000 m³ Erdgas, 5.000 Fahrzeug-km, 40.000 l Diesel für mobile Geräte und 450.000 kWh Strom. Die vorausgewählten Faktoren sind gerundete, editierbare Szenarioannahmen – keine offiziellen Länder- oder Unternehmensfaktoren. Eigene Pkw werden nur bei entsprechender Organisationsgrenze als Scope 1 eingeordnet; für eine belastbare Inventur Kraftstoffverbrauch und Fahrzeugdaten verwenden. Geleaste Anlagen/Fahrzeuge hängen von Organisationsgrenze, Kontrollansatz und Leasingart ab. GHG-Protocol-Hinweise ↗
| Aktivität | Jahresmenge | Einheit | Faktor kg CO₂e je Einheit | Faktorquelle / -hinweis | Ergebnis kg CO₂e | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beispiele werden im Browser geladen. |
Für dieses Beispiel ist ein erhöhter, gerundeter Szenariofaktor für Netzstrom vorbelegt. Für eine reale deutsche Bilanz kann der UBA-Faktor zur direkten Stromerzeugung 2025 herangezogen werden; Lieferanten-/Ökostrom benötigt den passenden Vertragsfaktor und darf nicht pauschal als null angesetzt werden. Faktoren, Bilanzgrenzen und Bilanzjahr müssen für einen Bericht zur konkreten Organisation passen. UBA: Strommix 2025 ↗
SCHWERPUNKT 04 · WISSEN & GRUNDLAGEN
Die Rechner liefern Orientierung. Die Wissensseiten erklären Methodik, Lebenszyklus, CO₂, Datenqualität und Grenzen – damit aus einer Zahl eine belastbare Frage wird.
Die Grundlagenartikel erklären CO₂e, Energie, Lebenszyklusmodule, Beton, Scope und Datenqualität. Wähle unten ein Thema; in der App lassen sich die Artikel einzeln öffnen.
CO₂e, Vergleichsgrößen, Ökobilanz und Datenqualität.
kWh, Verbrauch, Stromfaktor und warum sich Werte ändern können.
Heizen, Strom, Emissionen und praktische Bezugsgrößen.
Bindemittel, Klinker, Rezepturen, Bauteile und Lebenszyklusmodule.
CEM I besteht normativ im Wesentlichen aus Portlandzementklinker – typischerweise etwa 95–100 % Klinker, ergänzt um geringe Nebenbestandteile. Bei CEM III/A liegt der Klinkeranteil je nach Zusammensetzung deutlich niedriger; Hüttensand bildet einen wesentlichen weiteren Hauptbestandteil. Ein CEM III/A mit ungefähr 50 % Klinker ist daher ein anschauliches Beispiel, aber kein pauschaler Wert für jedes Produkt.
Der entscheidende Klimatreiber ist vor allem die Klinkerherstellung: Kalkstein wird bei hoher Temperatur entgast und gebrannt; dabei entstehen prozessbedingte CO₂-Emissionen, zusätzlich wird Brennstoffenergie benötigt. Weniger Klinker kann deshalb den Herstellungsfaktor deutlich senken. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Zement mit weniger Klinker für jede Festigkeitsentwicklung, Dauerhaftigkeit, Erstarrung oder Expositionsklasse automatisch geeignet ist.
Für den Vergleich immer den konkreten Zementtyp, die Zusammensetzung, die Leistungsanforderungen, den Datenstand und den verwendeten GWP-Faktor dokumentieren. Die Prozentbereiche erklären die Richtung, ersetzen aber keine Produktdaten oder EPD.
Eine Kilowattstunde (kWh) ist eine Energiemenge. Ein Gerät mit 1.000 Watt Leistung verbraucht bei einer Stunde Betrieb etwa 1 kWh. Die Leistung in Watt beschreibt also den Moment, die kWh die über eine Zeit verbrauchte Energie.
Aus einer kWh wird nicht automatisch ein fester CO₂-Wert: Er hängt unter anderem vom Strommix, Bilanzjahr, Liefervertrag und der Frage ab, ob nur die direkte Stromerzeugung oder auch Vorketten betrachtet werden. Deshalb zeigt BauGenie Faktoren immer als veränderbare Orientierung und benennt die Systemgrenze.
Für den Alltag ist die kWh meist der erste Hebel: Laufzeit, Leistung und Anzahl der Nutzungen bestimmen den Verbrauch. Erst danach folgen Preis und Klimawirkung.
Quelle: Umweltbundesamt – Stromfaktor 2025 ↗Kohlenstoffdioxid ist ein farbloses, geruchloses Gas. Ein Molekül besteht aus einem Kohlenstoffatom und zwei Sauerstoffatomen: C + O₂. Es entsteht unter anderem bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Energieträger, wird aber auch in natürlichen Kreisläufen ausgetauscht.
CO₂ ist ein wichtiges Treibhausgas. Die Atmosphäre lässt kurzwellige Sonnenstrahlung weitgehend passieren; die von der erwärmten Erdoberfläche abgegebene Wärmestrahlung wird von Treibhausgasen teilweise aufgenommen und in verschiedene Richtungen wieder abgegeben. Mehr langlebige Treibhausgase verschieben dadurch die Energiebilanz der Erde. Die Ozonschicht ist davon zu unterscheiden: Sie schützt vor schädlicher UV-Strahlung und ist nicht dasselbe wie der Treibhauseffekt.
Wenn im Alltag von „CO₂“ gesprochen wird, ist bei Klimabilanzen oft CO₂-Äquivalent gemeint. CO₂e rechnet die Klimawirkung anderer Treibhausgase – zum Beispiel Methan oder Lachgas – über ihr Global Warming Potential in eine gemeinsame Vergleichseinheit um. CO₂e ist deshalb eine Bilanzgröße, nicht zwingend ein reiner CO₂-Messwert.
Quelle: Umweltbundesamt – Treibhausgase und Klimawirkung ↗Eine Ökobilanz (LCA) strukturiert relevante Stoff- und Energieströme und bewertet potenzielle Umweltwirkungen innerhalb einer festgelegten Systemgrenze. Dazu gehören Rohstoffe, Energie, Transporte und Prozesse, die zum betrachteten Produkt oder System gehören.
Ein CO₂-Fußabdruck ist keine vollständige Ökobilanz: Er betrachtet die Wirkungskategorie Klimawandel. Andere Umweltwirkungen – etwa Ressourcenbeanspruchung, Versauerung oder Eutrophierung – werden dadurch nicht automatisch mitbewertet. Die Abkürzung CO₂e fasst verschiedene Treibhausgase über ihr Treibhauspotenzial in einer gemeinsamen Einheit zusammen.
Eine Zahl ist deshalb nur vergleichbar, wenn Bezugsgröße, Funktion, Datenqualität, Allokation, Zeitraum und Module übereinstimmen. „Ein Kilogramm CO₂e pro Kilogramm Material“ ist nicht ohne Weiteres mit „pro Kubikmeter Beton“ oder einem vollständigen Produktwert vergleichbar.
Quelle: Umweltbundesamt – Ökobilanz ↗Bei Bauprodukten gliedert EN 15804 die Umweltinformationen in Module. Vereinfacht bedeutet das:
Wichtig ist, auf welcher Ebene die Module gelten: Ein CEM-Datensatz kann beispielsweise dessen Herstellung von A1 bis A3 abbilden. A2 dieses Zementherstellers beschreibt den Transport der Inputs zum Zementwerk; der Transport des Zements zum Betonwerk ist dagegen die Lieferkette des Betons und dessen A2. Das Mischen im Betonwerk gehört zu dessen A3. Dieser Rechner kann A1–A3-Faktoren je Ausgangsstoff summieren, lässt aber die Lieferung zum Beton-/Fertigteilwerk und dessen eigene Herstellung weg. Er ist daher eine Materialbilanz, keine vollständige Beton-EPD A1–A3. Datensätze können Module einzeln oder aggregiert ausweisen – den genauen Umfang pro Faktor immer festhalten.
Quelle: ÖKOBAUDAT – Hinweise zur Datennutzung ↗Für jede Komponente wird die Einsatzmenge mit ihrem dokumentierten GWP-total-Faktor multipliziert. Die Summe ergibt hier die Materialbilanz je Kubikmeter Rezeptur:
Die Faktoren können aus A1–A3-Herstellungsdatensätzen der einzelnen Ausgangsstoffe stammen. Die Bilanz summiert diese Materialbeiträge. Sie enthält nicht automatisch den Transport der Ausgangsstoffe zum Betonwerk oder Energie und Prozesse beim Mischen und Herstellen des Betons. Deshalb ist das Ergebnis nicht mit einem vollständigen A1–A3-Wert für Beton gleichzusetzen.
Nutze möglichst konsistente Module, Funktionseinheiten, Geografie und GWP-Indikatoren; dokumentiere Quelle, Datenbank-/EPD-Version und Zeitraum in jeder Zeile. Startwerte sind rein illustrative Beispielwerte und belegen kein reales Produkt. Ersetze sie durch zulässig nutzbare, passende Datensätze, zum Beispiel aus ÖKOBAUDAT oder einer für deinen Einsatz lizenzierten Datenbank.
Quelle: ÖKOBAUDAT – Datenbank für Bauprodukte ↗Recycling kann Primärrohstoffe ersetzen und natürliche Ressourcen schonen. Das ist ein eigenständiger Nutzen und sollte nicht auf eine einzige Treibhausgaszahl reduziert werden.
Gleichzeitig benötigen Rückbau, Sortierung, Aufbereitung und Transporte Energie. Ergebnis und Nutzen hängen unter anderem von Qualität und Herkunft des Materials, Aufbereitungsroute, Transportdistanz, Ersatzmaterial und Bilanzierungsregeln ab. Die Gutschrift für eine mögliche spätere Verwertung ist außerdem nicht automatisch dem Produktstadium A1 zurechenbar.
Darum getrennt fragen: Welche Primärressource wird tatsächlich ersetzt? Welche Aufbereitung ist nötig? Welche Umweltwirkungen zeigen die passenden Datensätze? Und sind die Bilanzmodule konsistent? Ein Recyclinganteil ist eine Materialeigenschaft – noch kein pauschaler Beleg für „klimafreundlicher“.
Quelle: Umweltbundesamt – Stoffstrommanagement im Bauwesen ↗Das GHG Protocol Corporate Standard unterscheidet direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen (Scope 1), indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) und weitere indirekte Emissionen der Wertschöpfungskette (Scope 3).
Scope 2 hat einen eigenen Leitfaden und kann je nach Bilanzierungsansatz – standortbezogen oder marktbezogen – unterschiedliche Faktoren erfordern. Scope 3 umfasst 15 vor- und nachgelagerte Kategorien, zum Beispiel eingekaufte Güter, Transporte, Geschäftsreisen, Nutzung verkaufter Produkte oder deren Lebensende. Diese Plattform erläutert Scope 3, berechnet ihn aber bewusst nicht.
Für eine belastbare Inventur sind u. a. Organisationsgrenzen, Bilanzjahr, Aktivitätsdaten, Emissionsfaktor, Datenquelle, Unsicherheit und mögliche Doppelzählungen zu dokumentieren. Geleaste Anlagen oder Fahrzeuge sind abhängig von Kontrollansatz und Leasingart einzuordnen. Der Rechner ist ein Lern- und Strukturierungstool, keine Konformitäts- oder Assurance-Prüfung.
Die M1-Beispielrezeptur wird anhand der sichtbaren Beispiel-Faktoren gerechnet. Der Rechner vergleicht sie mit dem vom Umweltbundesamt genannten mittleren deutschen Treibhausgas-Fußabdruck von rund 10,3 t CO₂e je Person und Jahr.
Das ist nur ein Größenvergleich, keine Gleichsetzung von Produkt- und Konsumbilanz. Ändern sich Mengen oder Beispielfaktoren, aktualisiert sich der M1-Anteil. Der Faktor bezieht sich auf eine Bevölkerungsdurchschnittsangabe, nicht auf ein persönliches Zielbudget.
Quelle: Umweltbundesamt – Treibhausgase pro Person ↗Bei EPDs außerdem Deklarationsinhaber, Programmhalter, Gültigkeit, Normversion und Verifizierungsstatus kontrollieren. Ein Datenbankmittelwert ist nicht automatisch ein Produktwert.
Quelle: ÖKOBAUDAT – Versionen und Downloads ↗Rund ums Eigenheim lässt sich ein Beitrag zur Stadtnatur vor allem über Fläche und Struktur leisten: unnötige Bodenversiegelung vermeiden, geeignete heimische Pflanzen berücksichtigen und Grünflächen naturnah und vielfältig gestalten.
Bei jeder Maßnahme Standort, Boden, Wasserverfügbarkeit und Pflegebedarf beachten. Ein kleiner Garten ist kein Ersatz für Biotopverbund oder Naturschutzgebiete; naturnahe Flächen im Siedlungsraum können aber Lebensräume ergänzen. Bei der Bewertung zählen Qualität, Vernetzung und langfristige Pflege – nicht nur ein einzelnes Nisthilfen-Produkt.
Spätere BauGenie-Hilfen sollen zunächst eine einfache Bestandsaufnahme anbieten: versiegelte und begrünte Flächen, heimische Gehölze, Blühangebote über die Saison, Wasserstellen, Licht und Pflege. Ein pauschaler Punktescore wäre ohne Standort- und Zielartenbezug irreführend.
Die Seite benötigt kein Konto und überträgt die in den Rechnern eingetragenen Mengen nicht an BauGenie. Entwürfe können lokal im Browser gespeichert werden. Das funktioniert nur in demselben Browser und auf demselben Gerät; beim Löschen der Browserdaten können sie verloren gehen.
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PRIMÄRQUELLEN
Quellenstand der Grundlagen: 15.09.2026. Bitte vor formaler Bilanzierung die jeweils aktuelle Ausgabe der Normen und Datensätze heranziehen.